Soeben ging die erste Probe für den Gesamtablauf des Grand Finals zu Ende. Dieses Eurovisionsfinale ist eines der stärksten in der gesamten Geschichte des Grand Prix. Viele unterschiedliche Musikrichtungen mit einer guten Mischung europäischer Länder. Alte klassische Grand-Prix-Nationen wie die Schweiz oder Italien sind ebenso dabei wie jüngere etwa Moldavien oder Georgien. Keiner der der Punktezuschiebung immer so oft verschrieenen Blöcke ist überrepräsentiert. Nichts destotrotz können alle Länder , die an den gesamten drei Shows mitgewirkt haben, voten.
Die Eröffnung des samstäglichen Abends ist nicht ganz so glücklich verlaufen. Da Lena im diesjährigen Wettbewerb wieder antritt, kann sie nicht den ganzen Eröffnungsakt gestalten, sondern überlässt diese Ehre den diesjährigen Hosts. Während Judith Rakers und Anke Engelke eher dabei eine Nebenrolle spielen, fällt die Hauptrolle ganz Stephan Raab zu. Wie gewohnt inszeniert sich dieser so, dass der Eröffnungsakt eine Raab-total-Show wird – der ESC hatte schon viel bessere Intros erlebt. Mit seiner Band – den Heavy tones trägt er eine Rockversion von Satelite vor und es stürmen 43 Lenadoubles mit den Fahnen der teilnehmenden Länder auf die Bühne. Es hätte ruhig etwas weniger pompös, aber dafür mehr von Deutschland sein können!
Danach wird ein kurzer Einspielfilm über den Umbau der Düsseldorfer Esprit-Arena vom Fussballsatdion hin zur Eurovisionsbühne gezeigt. Den hätte man sich auch schon im Internet anschauen können. Viel schöner wären auch hier wieder Bilder aus Deutschland gewesen.
Danach treten die einzelnen Finalteilnehmer mit ihren Beiträgen auf. Die Startreihenfolge und auch ein Scoreboard gibt es auf www.eurovisionlive.com downzuloaden. Die einzelnen Postkarten vor den Beiträgen sind aus den beiden vorhergegangenen Halbfinalen bekannt und selbst bei den Big 5 sind keine neuen Gegenden zu sehen – sehr schade.
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Mit dem Ende des georgischen Beitrags wurde die Presse aufgefordert die Arena zu verlassen – dies ist für den Eurovision Song Contest ansonsten ein eher unüblicher Vorgang. Mit dem vom NDR angekündigten Intervalakt, in dem Jan Delay auftreten soll, kann man dieses Vorgehen nicht begründen. Also wird uns noch eine Überraschung erwarten, die zur Zeit noch niemand erfahren darf.
Bei diesen Heimlichkeiten, welche hier vor Ort darum gemacht werden, muss es schon etwas sehr ungewöhnliches sein. Alles andere wäre ziemlich platt. Seit Jahren mutmasst man ja, dass ABBA wieder einmal auftreten kann – dies wäre auch der einzige entschuldbare Grund dafür die Presse aus den Proben auszuladen.
Aber wie so oft wird dieser Gedanke wohl nur ein Wunschtraum bleiben. Bleibt nur zu hoffen, dass wir von weiteren Raab-Peinlichkeiten wie zur Eröffnung verschont bleiben.



























